Die Gemälde von Ria de Henau sind nach aus dem 15. und frühen 16. Jahrhundert überlieferten Traditionen aufgebaut. Das bedeutet, dass von einer Zeichnung ausgegangen wird, die dann in Grisaille übermalt wird. „Grisaille“ ist ein Begriff aus der Kunstgeschichte, mit dem das Malen bzw. ein Gemälde in einer einzigen Farbe bezeichnet werden. In dieser Phase kann die Künstlerin bereits hellere und dunklere Schattierungen ausarbeiten. Wenn die erste, einfarbige Schicht fertig und trocken ist, kann darauf unter Verwendung
mehrerer Schichten transparenter Ölfarbe (Lasuren) weitergearbeitet werden. Dies erfordert
äußerst präzises Arbeiten und viel Geduld.
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